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Citroën C3 Aircross: Da liegt was in der Luft

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Mit dem C3 Aircross schickt Citroën den Nachfolger des C3 Picasso ins Rennen. Der Neue vollzieht einen radikalen Bruch, hat nur noch eine Gemeinsamkeit mit dem erfolgreichen Vorgänger – das üppige Platzangebot. Alles andere ist auf modern und extrem stylish getrimmt. Liegen die Franzosen damit richtig? Ja, sie liegen damit richtig. Denn der neue C3 Aircross ist ein Auto, dass bei aller Verspieltheit ganz bodenständig ist. Orangefarbende Akzente, lackierte Dachreling und beklebte hintere Seitenfenster: All das sind Stilelemente, die dem C3 Aircross Charakter und Eigenständigkeit in der immer bunter und hipper werdenden Citroën-Modellpalette verleihen.

Der Citroën C3 Aircross wird vermutlich als Benziner besser weggehen

Aber trotz der Show haben die Designer und Ingenieure nicht vergessen, worauf es wirklich ankommt. Das ist gut so und macht aus einem schicken auch ein richtig gutes, kompaktes Auto. Die Fahreigenschaften überzeugen - sowohl beim Benziner mit 81 kW/110 PS als auch beim Diesel mit 88 kW/120 PS. Gleich vorab: Der Benziner ist vor dem Hintergrund des Diesel-Skandals die Motorisierung, die die meisten Käufer bevorzugen werden. Citroën rechnet mit einem Verhältnis von 65:35, vor einem Jahr wäre es wohl 50:50 gewesen. Insofern liegt der Fokus aktuell auf dem Benziner - leider.

Denn der Diesel überzeugt mit Drehmoment und Durchzugsstärke zwischen 2.000 und 3.000 Touren und ist die agilere Alternative. Aber eben derzeit auch die unbeliebtere. Insgesamt sind fünf Motorvarianten zu haben, zwei Diesel und drei Benziner, von 60 kW/82 PS bis 96 kW/130 PS. Verstecken muss sich aber auch der 110-PS-Dreizylinder-Turbobenziner nicht. Auch er ist recht agil, hängt gut am Gas und ist in Verbindung mit der 6-Stufen-Automatik, die es nur für diese Motoren-Variante zusätzlich zum Schaltgetriebe gibt, sowohl für entspanntes Dahingleiten als auch für flotteren Vorwärtsdrang geeignet. Nur beim Überholen macht es sich bemerkbar, dass dem Benziner gegenüber dem Diesel etwas die Puste fehlt.

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Rasante Überholmanöver sind wohl eher nichts für den neuen C3 Aircross

Auf kurzen Geraden muss man sich hinten einreihen und Geduld mitbringen, weil die Automatik beim Tritt aufs Gaspedal etwas träge reagiert. Sehr gut ist das fein abgestimmte Fahrwerk, das einen gelungenen Mittelweg zwischen Komfort und Sportlichkeit findet. Wellen oder Schlaglöcher auf korsischen Straßen schluckt der C3 Aircross locker weg, ohne nachzufedern oder zu hüpfen. Auch Querrillen bringen den Kompakt-SUV nicht aus der Ruhe.

Ist er wie der Testwagen mit der intelligenten Traktionskontrolle Grip Control ausgestattet, kann der Fahrer zwischen fünf Modi wählen: "Standard", "Sand", "Gelände", "Schnee" und "ESP off". Acht Liter Verbrauch auf 100 Kilometer erscheinen bei sportlicher Gangart im Display zwischen den beiden - äußerst schlecht ablesbaren analogen Instrumenten. Das optionale Head-up-Display ist für jeden Pflicht, der eine gut positionierte Anzeige wünscht. Das ist das Manko des geradlinigen Innenraums mit seinem flachen Armaturenbrett - es fehlen einige Ablagen und Tacho und Drehzahlmesser sowie die Digitalanzeige sind weit nach unten gewandert. Das macht sich vor allem bemerkbar, wenn man den Sitz zwecks besserer Übersichtlichkeit hochpumpt. Das war's aber auch schon an Kritik für den Innenraum. Denn der C3 Aircross punktet mit ganz viel Variabilität. Die Rückbank lässt sich um 15 Zentimeter in Längsrichtung verschieben, ist sie ganz vorne, bietet der Kofferraum 510 Liter Platz. Sie lässt sich im Verhältnis 40:20:40 umklappen und - ungewöhnlich in der Klasse der kompakten SUV oder Crossover - auch die Rückenlehne des Beifahrersitzes ist umklappbar. So lassen sich selbst sperrige Gegenstände verladen.

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