Motoren im Fiat Tipo
Als Antriebe stehen die bekannten Benziner und Turbodiesel mit jeweils 70 kW / 95 PS und 88 kW / 120 PS mit Hubräumen zwischen 1,3 und 1,6 Litern zur Wahl. Ein 81 kW / 110 PS starker Benziner mit Automatik rundet die Antriebspalette im Laufe des Jahres ab. Auch eine spezielle Ecoversion mit einem Normverbrauch von 3,4 Litern je 100 Kilometer ist in Arbeit. Ansonsten liegen die Laborwerte zwischen 3,7 und 6,0 Litern.
Uns stand für die erste Ausfahrt nur der größere Diesel zur Verfügung, der aber auf jeden Fall eine Empfehlung ist und mit seiner Effizienzklasse A+ in der ersten Liga spielt. Auch wenn er oben herum etwas zäh wirkt, sorgen die 320 Newtonmeter Drehmoment ab 1.750 Umdrehungen für flotten Schub von unten heraus. Der Tipo ist dabei sehr gut gedämmt. Oft drängen sich nur die Abrollgeräusche der Reifen in den Vordergrund. Die Dämpfung ist eher sportlich straff. Die Lenkung arbeitet leichtgängig, aber sehr präzise. Gleiches gilt für den Schalthebel.
Die klare Struktur des Antriebangebots setzt sich in einer erfreulich übersichtlichen Preispolitik fort. Das Schrägheck ist 1.000 Euro teurer als der Viertürer, die drei Ausstattungslinien Pop, Easy und Lounge sind ebenfalls jeweils einen Tausender von einander entfernt, und der Preisunterschied zwischen Benziner und Diesel beträgt zweimal 1000 Euro, zwischen den beiden Leistungsstufen liegen jeweils 1.200 Euro. Wie teuer der Kombi wird, ist noch offen. Schön wäre es natürlich, Fiat behielte die 1000er-Schritte bei den Karosserieversionen bei.
Angesichts der unterdurchschnittlichen Verkaufspreise kann und will Fiat natürlich nicht gegen die Platzhirsche in der Golf-Klasse konkurrieren. Die Italiener sind aber überzeugt, dem Käufer mit einem Kompakten zum fast schon Kleinwagenpreis einen attraktiven Gegenwert bieten zu können. So gewann der Neue die Auszeichnung „Best Buy Car of Europe 2016“ der „Autobest“-Jury. Das Ambiente ist schlicht, aber nicht schlecht. Die beiden schnörkellosen Rundinstrumente mit dem Bordcomputer dazwischen sind leicht schräg nach vorn geneigt und zeichnen sich durch große Ziffern aus. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so ausschaut, ist das obere Armaturenbrett unterschäumt. Nur in den hinteren oder unteren Ecken des Innenraums lässt sich sparsamerer Materialeinsatz ertasten.
Die Einstiegsversion Pop, die es nur für die beiden 95-PS-Basismotorisierungen gibt, bringt unter anderem eine Klimaanlage, ein Radio mit USB- und Aux-Anschlüssen, einen höhenverstellbaren Fahrersitz, geteilt umklappbare Rücksitze und eine Berganfahrhilfe sowie elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel mit. Die mittlere Linie Easy hat das Uconnect-Radiosystem mit Fünf-Zoll-Touchscreen, Audiostreaming und Bluetooth, Lederlenkrad mit Multifunktionstasten, Lederschaltknauf und elektrische Fensterheber auch hinten. Der Tipo Lounge bietet ein noch einmal größeres Touchscreen-Display (sieben Zoll), eine Geschwindigkeitsregelanlage, Abbiegelicht, Licht- und Regensensor, eine Mittelarmlehne und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Für 1250 Euro kann das Topmodell noch mit Tom-Tom-Navigationssystem und digitalem DAB-Audioempfang, Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien, hinteren Parksensoren und einer elektrischen Lordosenstütze aufgerüstet werden.
Auch für die beiden anderen Ausstattungslinien stehen eine Reihe von Zusatzpaketen zur Wahl, mit denen sich das Fahrzeug der nächst höheren Versionen annähert. Dann ist es allerdings nicht mehr ganz so einfach mit der Preisrechnerei.
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