Wasserstoff-Brennstoffzelle – Forscher senken Platin-Bedarf

Wasserstoff-Brennstoffzellen für Elektroautos sind aufwendig und teuer. Ein neues Katalysatormaterial soll nun die Kosten sinken lassen. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben Elektroden mit einem besonders geringen Platin-Anteil entwickelt.

Durch die Mischung des Edelmetalls mit Kupfer und Nickel sinkt sein Anteil um 90 Prozent gegenüber aktuellen Brennstoffzellen. Zusätzlich soll die Reaktionsgeschwindigkeit durch eine oktaedrische Struktur der Metall-Nanopartikel steigern; üblicherweise sind die Teilchen rund geformt.

Neben der fehlenden Tankstellen-Infrastruktur für Wasserstoff-Fahrzeuge gelten die Kosten für Platin sowie die begrenzte Verfügbarkeit des Edelmetalls als größtes Hindernis für die Markteinführung. Die Produktion herkömmlicher Abgas-Katalysatoren verschlingt schon heute rund 60 Prozent des weltweit geförderten Platins.

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