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Die Automarke Pontiac stand bis zum Jahr 2010 für sportliche Modelle aus dem Hause General Motors. Sie verkörperte ungewöhnliche und nicht alltägliche Fahrzeuge, die trotzdem zu moderaten Preisen zu haben waren. Sie drückten ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit aus, welches sich zeitlos in der Marke widerspiegelte. Die Gebrauchtwagen von Pontiac sind heute vor allem in den USA erhältlich, können aber auch in Deutschland bei bestimmten Importeuren erworben werden. Der Autohersteller kam schon im Jahr 1909 zu GM und hatte seinen Sitz in Detroit im Bundesstaat Michigan in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Der bekannte Markenname geht auf einen Indianer-Häuptling der Ottawa-Indianer zurück, welcher gegen die britischen Streitkräfte im Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Ursprung der Automarke war die Fusion der beiden Unternehmen Oakland Motor Company und Pontiac Spring & Wagon Works Company, die im Jahr 1908 stattfand. Das Unternehmen trug von da an den Namen Oakland Motor Car Company und wurde 1909 zur Hälfte von GM erworben, wobei die andere Hälfte im darauffolgenden Sommer dazu kam, als der Oakland-Begründer Edwar P.Murphy starb und dessen Anteile zum Verkauf standen. Zwischen den Jahren 1908 und 1926 gab es keine Fahrzeugproduktion unter der Marke Pontiac. Die Fahrzeuge des Autoherstellers trugen den Markennamen Oakland.
Der erste Neuwagen der Marke Pontiac ging im Jahr 1926 in Produktion und wurde als eine preiswerte Variante des Oakland Motor Car angeboten. Neben dieser Marke kamen auch andere Neuwagen von GM mit den Markennamen LaSalle, Marquette und Viking heraus, um Lücken im Programm des Konzerns zu schließen. Doch von all diesen überlebte nur der Pontiac, auch die Oakland-Modelle wurden 1931 zugunsten der Marke aufgegeben. Von da an rangierte die Automarke in der bürgerlichen Mittelklasse. Die Pontiac Modelle waren damit über Chevrolet und unterhalb von Buick und Cadillac anzusiedeln.
Bis in die Mitte der 1950er Jahre konnte Pontiac seine Fahrzeuge im Bereich der bürgerlichen Mittelschicht anbieten. Doch als Chevrolet begann luxuriösere Fahrzeuge anzubieten, geriet die Marke unter Druck. Da ein Ausweichen in höhere Preissegmente unsinnig gewesen wäre, entschied sich der Autohersteller dafür, sich neu zu positionieren. Die Fahrzeuge Bonneville und LeMans sowie Grand Prix, GTO und Firebird erschienen in den 1950er und 1960er Jahren. Die Namensgebung allein verriet schon die neue Positionierung der Marke im Bereich der Sportwagen. Besonders die Neuwagen der Reihe GTO wurden sehr erfolgreich und prägen auch heute noch das Bild, das die meisten Leute mit der Marke verbinden. GTO-Gebrauchtwagen stehen bei vielen Sammlern und Fans der Reihe hoch im Kurs.
Fahrzeuge von Pontiac waren in den 1960er Jahren wahre Trendsetter. Diese Entwicklung stagnierte jedoch in den 1970er Jahren. Hierfür war unter anderem die Ölkrise mitverantwortlich, mit der ein Rückgang der Nachfrage nach Fahrzeugen mit großen Hubräumen einher ging. Als Reaktion darauf wurden bei Pontiac kleinere Modelle, wie der Ventura oder der T 1000, eingeführt. Leider schafften es diese Modelle nicht mehr, die Identität der Marke zu transportieren, da es im Endeffekt nur modifizierte Chevrolets waren. Auch in den 1980er und 1990er Jahren gelang es der Automarke nicht, sich erfolgreich auf dem Markt zu behaupten.
Im Zuge von unterschiedlichen Rationalisierungen bei GM wurde die Palette stark vereinheitlicht. Darunter litt Pontiac, da fast alle Fahrzeuge der Marke sehr ähnlich zu denen von Chevrolet oder Buick waren. Die Markenidentität litt dadurch weiter und der Anreiz einen Pontiac zu kaufen, ging verloren. Im Jahr 2009 wurde dann schließlich die Produktion eingestellt. Damit war das Ende einer der traditionsreichsten amerikanischen Marken gekommen. Gerade die Gebrauchtwagen von Pontiac aus der Mitte des letzten Jahrhunderts erfreuen sich weltweit bei Automobilenthusiasten jedoch immer noch großer Beliebtheit. Kein Wunder, denn das Auftreten der Pontiac-Fahrzeuge ist legendär. So ist gerade die GTO-Reihe in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen präsent, da sie symbolisch für den Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit stand.