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Tata ist sicherlich die bekannteste Automarke aus Indien. Fahrzeuge mit diesem Logo sind nicht nur in Indien zu finden. Der indische Autobauer Tata Motors gehört zur Tata Group, einem indischen Mischkonzern, zu dem knapp 100 Unternehmen gehören. Laut der Forbes-2000-Liste der größten Unternehmen kam Tata-Motors im Jahr 2009 auf Platz 1.157. Im selben Jahr beschäftigte Tata-Motors über 23.000 Mitarbeiter und konnte einen Umsatz von circa 6,1 Milliarden Dollar erwirtschaften. Der Sitz des Autoherstellers ist im indischen Mumbai. Fabrikationsstätten für Fahrzeuge finden sich aber auf dem gesamten Subkontinent wieder, wie etwa in Pune, Lakhnau oder Pantnagar sowie Jamshedpur und Dharwad.
Als im Jahr 1945 die Tata Engineering and Locomotive Co. Ltd. entstand, war das Unternehmen zunächst mit der Produktion von Lokomotiven beschäftigt. Doch schon 1948 konnte mittels einer Kooperation mit der britischen Firma Marshall, Sons & Co. die erste Straßenwalze das Werk verlassen. Kurz darauf arbeitete man mit Daimler-Benz zusammen. Aus dieser gemeinsamen Arbeit ging 1954 das erste Neuwagen-Modell von Tata hervor, wobei es sich dabei um ein Nutzfahrzeug handelte. Anfang der 1960er Jahre wurden die ersten Nutzfahrzeuge nach Sri Lanka exportiert. Um die Entwicklung von neuen Modellen voranzutreiben, wurde 1966 das technische Forschungszentrum Engineering Research Centre ins Leben gerufen. Infolge dessen verließ das erste vollständig in Indien konstruierte Nutzfahrzeug 1986 das Werk. Es handelte sich bei diesem Lkw um den Tata 407.
Im Jahr 1994 kam es zu einem Joint-Venture mit der Daimler-Benz AG, weshalb die Produktion von Tata-Neuwagen des Typs Mercedes in den indischen Werken begann. Vier Jahre später folgte dann der erste Pkw, welcher vollständig in Indien gebaut wurde. Das Joint-Venture mit Mercedes endete 2001. Drei Jahre später kaufte Tata die Daewoo Commercial Vehicles Company. 2005 kaufte es sich beim Busproduzenten Hispano Carrocera ein und der eine millionste Pkw verließ das Werk. Von Ford kaufte der indische Autohersteller im Jahr 2008 die Marken Jaguar und Land Rover, außerdem erhielt er die Rechte an den Automarken Rover, Daimler und Lanchester.
Zum Preis von 100.000 Rupien, umgerechnet rund 1.700 Euro, kam im Jahr 2008 der Tata Nano auf den Markt. Seit dem Jahr 2012 sind die Preise für den Nano gestiegen, da der Preis von 100.000 Rupien vor allem dem Marketing zur Einführung des Fahrzeugs diente. Trotzdem sind die Kosten für die Anschaffung dieses Fahrzeugs weiterhin gering, was durch unterschiedliche Faktoren zu begründen ist. So sind die Modelle von Tata sehr spartanisch ausgestattet, d.h., es fehlen Dinge wie Servolenkung oder eine Klimaanlage, auch Autoradio und elektrische Fensterheber sind nicht vorhanden. Weiterhin wurden bei der Sicherheit der Fahrzeuge enorme Abstriche gemacht. So existieren beispielsweise keine Airbags oder ABS. Weiterhin ist der Nano vorwiegend aus Kunststoff statt aus Metall gefertigt. Dazu kommt, dass das Chasis geklebt statt geschweißt wird. Natürlich sind auch die Arbeits- und Materialkosten in Indien generell gering, was den sehr geringen Preis für die Fahrzeuge erklärt.
Besonders viele Fahrzeuge der Marke Tata sind in den Klassen der Kleinst- und Kleinwagen erhältlich. Aber auch in der Mittelklasse ist der Hersteller mit zahlreichen Modellen vertreten. Weiterhin können SUV vom indischen Hersteller erworben werden. Darüber hinaus stellt er ebenso Pickups her und Kleintransporter sowie Minibusse. Das Tata-Logo ist ein stilisiertes T, woran die aktuellen Neu- und Gebrauchtwagen zu erkennen sind. Weiterhin haben die Fahrzeuge eine moderne Formensprache, die gerade im Bereich der Klein- und Kleinstwagen sogar futuristische Züge aufweist. Insgesamt erinnert die Außengestaltung eher an Fahrzeuge, wie man sie aus Japan kennt. Sie ist modern, schlicht und dabei doch einprägsam und ein wenig verspielt.
Tata besitzt kein eigenes Vertriebsnetz in Deutschland, jedoch haben bestimmte Händler die Fahrzeuge des Herstellers im Programm. Außerdem ist ein Markt für Gebrauchtwagen von privat zu privat vorhanden.