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Die Zastava Automobili AD wurde im Jahr 1953 gegründet. Damals lag das Unternehmen in Jugoslawien und war ein Auto- und Waffenhersteller. In beiden Bereichen ist die Aktiengesellschaft auch heute noch aktiv. Der Autohersteller hat seinen Sitz in Kragujevac in Serbien. Insgesamt sind mehr als 4000 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt. Neben Waffen und Pkws, stellt Zastava Automobili AD auch Nutzfahrzeuge und Anhänger für den privaten und militärischen Bedarf her. In Deutschland ist der Hersteller vor allem für sein Modell Yugo bekannt. Gebrauchtwagen von Zastava sind auf den Straßen in Deutschland heute eher selten anzutreffen.
Am Ende der 1950er Jahre begann der Autohersteller, erfolgreich Neuwagen zu produzieren. Dabei beruhte der Erfolg auf der Zusammenarbeit mit Fiat, denn das erste war der Zastava Skala, eine Lizenzfertigung des Fiat 128 mit Fließheck. Ein Stufenheck des Neuwagens wurde Ende der 1980er Jahre eingeführt. Die erste Eigenentwicklung der Serben war der Zastava Yugo, der 1981 vom Band lief. Die Kapazitäten der Neuwagen-Produktion des Herstellers lagen bei jährlich 200.000 Stück. Doch wurden sie in den Jahren 1992 bis 1997 zurückgefahren, da gegen Serbien Sanktionen verhängt wurden. Im Jahr 2012 produzierte der Hersteller mehr als 4,1 Millionen Fahrzeuge, wobei circa 650.000 dieser Wagen in 76 Länder exportiert wurden.
Im Zeitraum von 1981 bis 2008 wurde der Yogu von Zastava produziert. Dieser jugoslawische und später serbische Kleinwagen gilt sicher als das erfolgreichste Automobil der Automarke. In Deutschland stand und steht die Automarke für Neuwagen und Gebrauchtwagen der einfachen Art. Sie kommen ohne viel Komfort aus und bieten ein puristisches Fahrvergnügen. Leider entsprach die Sicherheit der Fahrzeuge meist nicht den westeuropäischen Standards. Hier wurden wesentlich höhere Ansprüche an die Sicherheit eines Pkws gestellt als in Osteuropa. Allerdings war der Yugo für einen sehr günstigen Preis erhältlich. Er erreichte deshalb einen großen Kundenkreis und wurde auch darüber hinaus bekannt. In vielen Hollywoodfilmen hatte ein Modell der Marke Zastava einen Auftritt und kam so zu unverhofftem Ruhm. Wohl auch deshalb genießen Yugo-Wagen einen Kultstatus und werden nicht zuletzt auch von ihren Besitzern in Deutschland mit einem gewissen Stolz gefahren.
Im Jahr 2008 wurde zwischen der Regierung Serbiens und Fiat ein Abkommen über ein Joint-Venture getroffen. In diesem wurde vereinbart, dass Fiat 67 Prozent der Aktien des serbischen Autoherstellers übernimmt. In das Werk von Zastava in Kragujevac wurde so über 1 Milliarde Euro gesteckt. Hier werden seit dem Fiat Punto 188 produziert die auch als Neuwagen mit der Bezeichnung Zastava 10 erhältlich sind. Im Jahr 2012 begann man außerdem damit, den Fiat 500L für den Export zu bauen.
Da es seit den 1990er Jahren keine Eigenentwicklung der Automarke mehr gibt, sind die aktuellen Zastava-Modelle Lizenzfertigungen von Fiat. Dementsprechend ist das Design der aktuellen Wagen typisch für Fiat-Fahrzeuge in der Klasse der Kleinwagen. Das bedeutet, dass die Linienführung sehr schlicht und unaufgeregt ist und fast zum Understatement neigt. Aus diesem Grund sind die Fahrzeuge der Marke vor allem für den Fahralltag geeignet. Besonders als Zweitwagen werden sie gerne genutzt, da sie wenig Kraftstoff verbrauchen und man schnell einen Parkplatz in der Stadt findet. In puncto Komfort halten die aktuellen Fahrzeuge von Zastava allen Ansprüchen stand, die man an Automobile dieser Größe und Preisklasse haben kann. Dabei sind auch Sonderausstattungen möglich. Kurzum können Kunden der Marke bei den aktuellen Modellen darauf vertrauen, dass es sich um vollwertige Automobile handelt.