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Die Marke wurde 1983 gegründet und erfüllte mit ihrer Entstehung den lang ersehnten Wunsch des malaysischen Premierministers Datuk Seri Mahathir. Seine Vision war es, einen Automobilkonzern im eigenen Land aufzubauen. Unter anderem um damit die Abhängigkeit von ausländischen Firmen zu reduzieren. Wenige Wochen nach der Gründung entschloss sich Proton zur Zusammenarbeit mit Mitsubishi und präsentierte 1984 das erste Modell auf dem Automobilmarkt, den Saga, der auch heute noch auf den Straßen Malaysias zu sehen ist. Die ersten Proton-Neuwagen eroberten die Herzen der Autofahrer in Bangladesch. Die Verkaufszahlen des Autoherstellers stiegen und beflügelten ihn. 1990 verließ die erste Limousine die Bänder der Produktionshalle. Diese Fahrzeug wurde dem Premierminister gewidmet, der sich über Verkaufszahlen von 50.000 Proton-Fahrzeuge jährlich freute
Der Erfolg des Mittelklassewagens Iswara wurde auch global wahrgenommen und ermöglichte dem Unternehmen, ab den 1990er Jahren den Aufbau einer eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Auch die Produktionsstraßen wurden mit modernster Robotertechnologie ausgestattet und erweitert. Die Produktion des Wira unterstrich ein weiteres Mal, dass der Kreativität und dem Innovationsreichtum der Autoingenieure keine Grenzen gesetzt waren. Proton widmete sich mit seinen Fahrzeugen nun auch dem philippinischen und indonesischen Automarkt. Es wurde in der Kooperation mit dem französischen Automobilproduzenten Citroen der Proton Tiara konstruiert.
1998 läuft mit dem Proton Waja ein Fahrzeug vom Band, das komplett in Eigenregie entwickelt wurde. Der 2000 eingeführte Kleinwagen vervollständigte die Produktpalette von Proton. Allerdings hatten die ersten Waja-Modelle erhebliche Qualitätsmängel, was an den unzureichenden Kontrollen der Zulieferer lag. Doch schließlich konnte im Jahr 2005 die Qualität der Komponenten wesentlich verbessert werden. Auch in Europa erschien der Neuwagen aus malaysischer Produktion, hier jedoch unter dem Namen Impian. Jedoch ist die Sicherheit des Modells eher enttäuschend, was ein Euro NCAP-Crashtest im Jahr 2002 zeigte. Beispielsweise wurden für die Sicherheit der Insassen nur 3 von 5 Sternen vergeben und für die der Fußgänger nur 1 von 5 Sternen.
Die Modelle der Automarke bieten allesamt ein frisches und modernes Design. Ihr Auftreten ist bestimmt aber keinesfalls aggressiv. Die Linienführung orientiert sich am Kooperationspartner Mitsubishi und hat dadurch einen japanischen Touch. Kleine Details, wie eine geteilte Stoßstange oder das Scheinwerferdesign, runden bei vielen Modellen die Gesamterscheinung angenehm ab. Auch im Innenraum wird die erfrischende Linienführung fortgesetzt. Das Logo der Marke war zunächst ein gelber Stern auf einem blauen Untergrund. Dieses wurde jedoch aufgegeben und deshalb ziert die aktuellen Fahrzeuge ein Schild mit einem Löwenkopf darauf, über dem der Schriftzug Proton in Großbuchstaben steht.
Als Autohersteller, dessen erster Neuwagen im Jahr 1985 erschien, ist Proton sehr weit gefächert aufgestellt und bedient mit seinen Fahrzeugen die wichtigsten Klassen. So hat der Produzent Kleinwagen im Angebot, die gerade auf dem Markt von Schwellenländern gut aufgenommen werden. Weiterhin sind auch Modelle in der Kompaktklasse und der unteren Mittelklasse erhältlich. Darüber hinaus hat der Hersteller auch Fahrzeuge in der Mittelklasse im Programm und produziert auch Pickups und Vans. Natürlich handelt es sich bei den meisten Wagen der Malaysier um Lizenzbauten des Partners Mitsubishi, doch für einen verhältnismäßig jungen Autobauer ist die Auswahl an Fahrzeugen überraschend groß.
In Deutschland wurden die Neuwagen des malaysischen Autoherstellers in den Jahren 1995 bis 2001 angeboten. Jedoch lagen die Verkaufszahlen bei den Neuwagen und auch Gebrauchtwagen weit unter den Erwartungen. Aus diesem Grund zog sich die Automarke aus Deutschland zurück. Trotzdem sind Fahrzeuge der Marke noch über entsprechende Importeure erhältlich.