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Im Jahr 2011 wurde der Autohersteller GM Daewoo Auto & Technology Co. zu General Motors Korea. Zuvor gehörten das Unternehmen und die Marke schon längere Zeit zu General Motors. Heute werden in Deutschland und Europa keine Automobileunter dem Markennamen Daewoo verkauft denn die Marke heißt hier Chevrolet. In Südkorea hingegen ist Daewoo immer noch als Automarke vertreten. Neuwagen und Gebrauchtwagen von Daewoo waren in Deutschland und Europa in unterschiedlichen Klassen erhältlich, jedoch hatte der Autohersteller aus Korea die größten Verkaufserfolge mit seinen Kleinwagen und Wagen der unteren Mittelklasse. Außerdem waren die Fahrzeuge aus der südkoreanischen Produktion bekannt für ihren verhältnismäßig niedrigen Preis.
In der Stadt Incheon in Südkorea wurde im Jahr 1937 das Unternehmen National Motor gegründet. Es baute zunächst Lastwagen und später auch Limousinen und anderen Neuwagen-Modelle. Einige Zeit arbeiten die Südkoreaner mit Toyota zusammen, was ihre Neuwagen technisch sehr weit nach vorne bringt. Doch diese Zusammenarbeit wird 1972 beendet. Allerdings kommt es in diesem Jahr zur Zusammenarbeit mit GM. Hierdurch kann die Marke weltweit expandieren. Im Jahr 1982 übernimmt die Daewoo-Gruppe den Autohersteller. Der Name des Unternehmens wird in Daewoo Motor geändert. Ab 1995 sind die Fahrzeuge des Herstellers auch in Deutschland erhältlich. Doch die Asienkrise verursacht dem Mutterkonzern große finanzielle Schwierigkeiten und es wird beschlossen, sich von der Fahrzeugsparte zu trennen. GM übernimmt die Anteile und im Jahr 2005 sind die Amerikaner Mehrheitsaktionäre.
Die Autos von Daewoo gab es in sehr vielen Klassen. So wurde etwa der Kleinstwagen Fino bzw. Tico von Anfang der 1990er bis Anfang der 2000er gebaut. Auch in Produktion hatten die Südkoreaner den Kleinwagen Kalos, der dann weiterhin unter dem Label Chevrolet erschien. Die untere Mittelklasse beherrschte lange Zeit der Nubira und in der Mittelklasse waren der Leganza und Magnus erhältlich. Auch im Bereich der Geländewagen hatten die Südkoreaner ein Modell herausgebracht, und zwar den Korando.
Die Neuwagen und Gebrauchtwagen von Daewoo boten eine klare Formensprache, die dem Zeitgeschmack entsprach und kaum Auffälligkeiten bot. Im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen aus dem asiatischen Raum, fand man hier kaum futuristisch anmutende oder verspielte Elemente wieder. Auch die Ausstattung etwa in puncto aktiver und passiver Sicherheit entsprach den Kriterien ihrer Klasse, obwohl bei einigen Modellen die Sicherheitsausstattung etwas der Zeit hinterherhinkte. Weiterhin lag und liegt der Verbrauch innerhalb der Parameter, die es auch weiterhin zulassen mit den Autos der Marke zu fahren, ohne dass die Preise für den Treibstoff zu einer finanziellen Belastung werden.
Neuwagen von Daewoo waren besonders durch ihren Preis gekennzeichnet, denn dieser war im Verhältnis zu gleichwertigen Fahrzeugen niedriger. Allerdings gelang es der Marke nicht, in Europa richtig Fuß zu fassen. Heute sind echte Daewoos noch als Gebrauchtwagen erhältlich. Die Preise für die Fahrzeuge bewegen sich in der Regel im unteren Bereich. Aus diesem Grund sind die Gebrauchten von Daewoo eine gute Alternative für Kunden mit kleinem Geldbeutel.
Da die Marke außerhalb Südkoreas als Chevrolet verkauft wird, lohnt ein Blick auf die Fahrzeuge dieser Automarke, um die aktuellen Entwicklungen der Neuwagen abzusehen. Etwa ist das Design der Wagen jetzt deutlich forscher und vermittelt einen dominanteren Eindruck. Außerdem ist auch die Motorisierung zeitgemäßer. Beispielsweise steht für 2014 eine Elektroversion des Modells Sparks auf dem Programm von General Motors Korea. Es handelt sich dabei um einen Kleinstwagen für den Citybereich. Auch hat GM Korea einen Mini-SUV im Programm, einer Klasse, die in der Form von Daewoo nicht bedient wurde. Alles in allem entwickeln sich die Fahrzeuge des Autobauers weiter und auch, wenn die Marke nicht mehr außerhalb Koreas präsent ist, so können doch immer noch Fahrzeuge sozusagen mit dem Daewoo-Gedanken erstanden werden.