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Bereits 1877 wurde die Starley&Shutton Company gegründet, die zunächst ihre Produktion mit Zwei- und Dreirädern startete. 7 Jahre später präsentierte sie den ersten Neuwagen unter dem Namen Rover der Öffentlichkeit. Zunächst wurde Rover weltweit als Fahrradproduzent bekannt und entwickelte 1988 den Prototyp eines elektrisch betriebenen Fahrzeuges, dem es jedoch noch an Kraft, Sicherheit und Ausdauer mangelte. 1904 wurde der erste PKW produziert, der Rover Eight, der die Automobilbranche mit einer Fassung aus Aluminiumguss revolutionierte. Auch der Rover Six erntete im folgenden Jahr wahre Begeisterungsstürme für seine einzigartige, typisch pastellgrüne Lackierung und besitzt als Gebrauchtwagen noch heute einen hohen Wert. Über die Jahre hinweg baute Rover sein Image mit dem charakteristischen Wikingerkopf, der seit 1914 als Kühlersymbol die Marke Rover repräsentiert, weiter aus.
Das britische Traditionsunternehmen Rover präsentierte 1946 den Land Rover, der bis heute die Verkaufszahlen von Rover beeindruckend hochschnellen lässt und zu einem wahren Publikumsliebling avancierte. Dabei verkaufen sich nicht nur die Neuwagen sondern auch die Gebrauchtwagen von Rover sehr gut und wurden zu Liebhaberstücken. Da das Design des Rover 75 als „zu amerikanisch“ bemängelt wird, stellte Rover 1953 den professionellen Automobil-Designer David Bache ein, der dafür sorgte, dass der Rover das britische Lebensgefühl verkörpert. Auch im Motorsport konnte Rover bisher zahlreiche Erfolge einfahren. Diese sind auch begründet durch die hohe Sicherheit der Fahrzeuge. Das Ende der Unabhängigkeit von Rover wurde mit der Fusion mit Austin, Jaguar, Leyland, Wolseley und anderen Marken zur Leyland Motor Company eingeläutet. Dies geschah im Jahr 1967.
Da Rover nur noch eine Automarke unter vielen war, begann der langsame wirtschaftliche Verfall – nicht zuletzt auf Grund von Fertigungs- und Qualitätsmängeln, die auch am Image von Rover kratzten und sich vor allem bei den Gebrauchtwagen bemerkbar machten. British Leyland musste 1976 Konkurs anmelden. Infolge dessen wurde der Konzern verstaatlicht. Dennoch konstruierte Rover in den 80er Jahren durch eine Kooperation mit Honda weitere Erfolgs-Modelle wie den Rover 400, 827 und 214, die auch in Deutschland verkauft wurden. Wegen sinkender Verkaufszahlen, wurde Rover schließlich privatisiert und 1994 von BMW übernommen. BMW gab den Automobilkonzern aber bereits nach 6 Jahren wieder ab. Der beliebte Geländewagen Land Rover wurde schließlich an Ford verkauft besitzt aber immer noch Kultstatus.
Im Jahr 2004 waren bei Rover noch 6.000 Angestellte, überwiegend in der Produktion, beschäftigt, die fast nur die Hälfte der Menge an Fahrzeugen produzierten wie noch fünf Jahre zuvor. Aufgrund der wirtschaftlichen Flaute wurden deswegen mit der chinesischen Shanghai Automotive Industry Gespräche über eine mögliche Kooperation geführt. Die Chinesen wollten in das neue Unternehmen 1,5 Millionen Euro investieren und Fahrzeuge unter dem Namen Rover produzieren. Jedoch scheiterte die Kooperation, da die Liquidität von Rover nicht ausreichend sicher schien. Und das, obwohl die britische Regierung den Kauf ebenfalls unterstützen wollte. Somit musste Rover Insolvenz anmelden und die Phoenix Venture Group wurde neuer Eigentümer der verbleibenden Rover Group. Doch Rover ging es mit dem neuen Eigentümer nicht besser. Dieser zahlte an seine Vorstandsmitglieder Boni in Millionenhöhe, obwohl das Geschäft nicht lief.
So kam es, dass der Autohersteller im Jahr 2005 vom chinesischen Konzern Nanjing Automobile Corporation gekauft wurde. Der neue Inhaber wollte die Modelle von Rover vor allem in Großbritannien und Spanien verkaufen, da sie sich dort großer Beliebtheit erfreuten und auch als Gebrauchtwagen gut verkauft wurden. Die Namensrechte von Rover gehörten damals immer noch BMW, der diese im Jahr 2006 an Ford verkaufte und nicht an den chinesischen Eigentümer. Letztendlich kam Rover 2008 in die Hand des indischen Autoherstellers Tata Motors, der sich von Ford auch die Markenrechte sicherte und zwar von Rover, Land Rover und Jaguar. Der neue Eigentümer plante einen modifizierten Nachfolger von Rover zu bauen. Die Fahrzeuge sollten dann vor allem in Asien vertrieben werden, aber auch in Europa und somit auch in Deutschland.