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Mit dem Prairie von Nissan begann eine kontinuierlich fortschreitende Erfolgsgeschichte. Seit 1983 hat kaum ein anderes Fahrzeug aus dem Hause Nissan eine so prägende Episode erzählt wie der Prairie. Die Baureihe ist für folgende Karosserie-Varianten verfügbar: Kunden können sich für entscheiden. Bei den Motorisierungen setzt Nissan auf Reduktion. Ein Diesel ist für den Prairie nicht vorgesehen. Es werden lediglich Benziner angeboten.
Das Einsteigermodell beginnt bei 88 PS. In der Topversion sorgen satte 133 PS unter der Motorhaube für reichlich Power. Das Top-Modell ist mit Frontantrieb beziehungsweise Allrad erhältlich. Mit seinem 2,4-Liter großen Motor erreicht es eine atemberaubende Spitzengeschwindigkeit. Die Topversion gehört mit ihren Verbrauchswerten von 10,9 Litern Benzin (CO2: 258 g/km) folglich weniger zur sparsamen Kategorie. Der Prairie macht seinem Namen alle Ehre: Wie das Modell der ersten Generation wird auch den jüngeren Generationen gute Fitness attestiert. Die fahrdynamischen Eigenschaften geben keinen Grund zur Beanstandung. Das Fahrwerk ist zwar straff gehalten, aber dennoch gut abgestimmt. Die Topversion wird ab Werk per Hand geschaltet mit einer manuellen 5-Gang Schaltung. Aber darüber hinaus ist ebenfalls eine geschmeidig schaltende 4-Stufen Automatik zu haben. Bei der aktuellen Baureihe sind Assistenzsysteme und Infotainment auf der Höhe der Zeit.
Bei seinem Debüt in der Mitte der 1980er Jahre war der Nissan Prairie der Zeit weit voraus. Durch sein völlig neues Konzept überraschte der Japaner mit einem riesigen Innenraum und bot Platz für bis zu sieben Personen. Das Besondere an dem bis zur Jahrtausendwende produzierten Modell ist seine Konstruktion ohne Mittelpfosten – die so genannte B-Säule – zwischen den konventionell zu öffnenden Vordertüren und hinteren Schiebetüren. Bei geöffneten Türen überzeugt der Trendsetter dadurch mit einem durchgehend freien Türausschnitt, der 1.6 Meter breit und über 1 Meter hoch ist.
Heute bezeichnet man ein Modell wie den Nissan Prairie als Kompaktvan, der als geräumiger Hochdach-Kombi seitliche Schiebetüren für die zweite Reihe unter seinem Dach zu bieten hat. Allerdings war das in drei Generation produzierte Modell mit diesem Konstrukt ein Vorreiter, denn erst gegen Ende der 1990er Jahre wurde das Hochdach-Konzept auch von Herstellern wie Citroen, VW oder Opel aufgegriffen. Unter der Motorhaube verfügte der Trendsetter über einen 88 PS starken 1.8 Liter-Vierzylinder – auch mit diesem Aggregat verdeutlicht der Nissan Prairie, dass sein Hauptaugenmerk deutlich auf dem innovativen Konstruktionskonzept lag.
Hierzulande ist der Nissan Prairie ein sehr seltenes Modell – allerdings mindert sein Seltenheitswert nicht seine Bedeutung für die Entwicklung der Fahrzeuggeschichte, die ihm auf jeden Fall einen Eintrag in den Chroniken der Automobilhistorie sichert.